Die Zielfinger Seen

 

13.10.19

Wir wurden von tausendfachem Geschnatter geweckt, als die Gänse direkt auf der Wiese nebenan landeten. Dabei war draußen absoluter Dicknebel. Wie konnten die da die Wiese finden?
Bis ich ausgehfertig war, hat der Nebel schon angefangen, sich zu verziehen. Trotzdem ists reizvoll, zu dieser Tageszeit die Natur zu genießen. Es gibt so wunderbare Fleckchen Erde....
Auch wenn die Landschaft hier durch Bagger geschaffen wurde. Das haben sie jedenfalls gut gemacht. Es sind ne ganze Menge Seen hier, und es werden noch mehr.

  

Hier haben sich alle zum Frühstück getroffen......

  

.... und als sie wieder wegfliegen ist mein Akku leer. Schade, denn sie sind teilweise direkt über mich drüber geflogen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück

  

mit Lachs vom Schussenrieder Aldi ziehts uns raus zur Seeumrundung. Der Reiher scheint noch auf sein Frühstück zu warten.
 

  

Da drüben stehen wir, also unser Auto, denn wir sind grad nicht zuhause.
Überall treffen wir auf den Herbst. Man hats Gefühl, dass die Bäume sich über Nacht verfärbt haben und um die Wette leuchten.

  

Nach dieser Tour brauchen wir noch einen Kaffee, und Carl muss entklettet werden. Gottseidank sind die Kletten noch recht grün und nicht so hakelig, wie die trockenen. Nichtsdestotrotz leidet er beim Zuppeln wie ein Mann. Aber weglaufen gilt nicht....

Wir laufen auch nicht weg, sondern fahren weg.
Es ist wie immer, wir haben unsern Rhythmus gefunden.
Unterwegs Gegend gucke - Übernachten - morgens spazierengehen und dort die Gegend gucke - weiterfahren.

So sind wir in Sigmaringen gelandet.

  

Vom Stellplatz aus kann man das Schloss sehen, und da gehen wir gleich mal hin. In den Altstadtgassen ist heute Fest der Nationen,

  

  

und es tut mir so richtig leid, dass ich spät gefrühstückt habe und von den zwei Lachsbrötchen noch pappsatt bin. Aber bei Peter geht nochwas. Er kaut sich zwei Kartoffelpuffer und ein Köfte-Brötchen rein. Schmegge musses.

Jetzt hab ich schon 8.000 Schritte auf der Uhr und brauch dringend Pause. Deshalb legen sich meine zwei Männer ins Bett, und ich setz mich mit meinem Strickzeug in die Nachmittagssonne. Dann machen wir noch ein Hundegassi zur Hängebrücke über die Donau, direkt neben unserm Stellplatz.

  

Carl stellt sich an wie im Wackelwald, weil die Brücke leicht wippt. Sowas ist nix für unsern Butzel und wir gehen wieder zurück.

Wir sitzen dann noch ne Weile draußen, bis es langsam kalt wird,

  

und Carl ist mit Mäusejagd beschäftigt. Es nervt, dass der Kerl garkeinen anderen Gedanken mehr hat, wenns nach Mäusen riecht.

Zum Abendessen gibts heute.... nein, keine Mäuse, sondern Maultaschen, denn wir sind im Schwobeländle.

Und hier nochmal ein Bild vom Schloss in der Abendsonne.

 

14.10.19

Morgengassi ..... einst ging ich am Strande der Donau entlang....

  

und fand kein Mädel, sondern einen rotgoldenen Oktoberbaum.

Der Wasserstand ist trotz des Regens sehr niedrig, dementsprechend stark ist der Geruch nach Tang, Fisch und Brackwasser. Ist nix auf nüchternen Magen.

  

Den Reiher störts nicht. Die Schwäne vermutlich schon, denn mit Geknatter und Getöse flogen gleich 3 Stück über unsre Köpfe hinweg, und Carl war schwer begeistert. Fix und alle war er, so haben die ihn erschreckt. Den Rückweg konnten wir heute problemlos über die Hängebrücke nehmen, denn wir waren alleine, und die Schaukelei hielt sich in Grenzen.

Nach dem Frühstück starteten wir Richtung Albstadt, der Platz gefiel uns aber nicht. Also weiter nach Balingen zum Stadtbummel.

  

Zollernschloss

  

Der Alte.... sitzt vor der Kirche. Da saß er letzens auch schon.

Wie die beiden Balinger heißen weiß ich nicht, aber sie stehen vor der Tourist-Info und freuen sich.

Und diese 5 Waschfrauen meinen:  Einigkeit schweißt zusammen - Persil bleibt Persil.

 

Da haben wir gleich mal mitgemacht. Denn da sind wir uns auch einig: Persil bleibt Persil.

Und weiter gings bei herrlichem Wetter durch den Zollern-Alb-Kreis nach Mössingen.

Jetzt stehen wir am Ortsrand neben der Schule und genießen den Nachmittag vorm Womo.

Am Abend wirds etwas stürmisch und wir haben den Verdacht, dass das Wetter umschlägt. Hat man ja gern so kurz nach Vollmond.

 

15.10.19

Das Morgengassi ist heute ohne Bilder, denn wir sind nur einmal um den Sportplatz und die Tennisplätze rum, weil wir weiterfahren wollen, und zwar nach Wildberg.

Die Fahrt durch den Schwarzwald ist recht reizvoll, der Frühnebel steigt gerade hoch

  

und gibt den Blick auf die leuchtend bunten Bäume frei.

  

Der anvisierte Stellplatz neben dem Kloster in Wildberg ist zwar sehr gemütlich, aber die Umgebung recht hügelig und nix für mich. Also machen wir nur eine Pause und spazieren durch die Klosteranlage.

  

  

Tja, ich kann auch übers Wasser gehen. Und Carl macht dermaßen Theater, dass ich ihn auf dem Rückweg mitnehme.

  

  

Geschafft, ohne nass zu werden. Jetzt noch ein Besuch im Kloster-Kräutergarten, und das wars.

Nun sind wir uns einig, dass wir aus dem Schwarzwald rausfahren, denn die Höhe ist nix für mich.