Donnerstag, 13.9.18

Es hat die ganze Nacht getröpfelt, aber jetzt ists wieder genauso warm wie gestern.

Heute war das Morgengassi langweilig. Der Falke war nicht da, aber stattdessen eine Horde stockschwingender alter Herren mit einer Stockschwinglehrerin. Also marschierten wir zur anderen Seite, und zwar durch den Kurpark zum Bäcker.

Nach dem Frühstück trödelten wir noch rum und machten uns dann startklar. Nächstes Ziel ist Bad Buchau, denn letztens bekamen wir dort keinen Platz, deshalb wollen wirs nochmal probieren. Und tatsächlich haben wir diesmal Glück und wir stehen nun am Rondell.



Mit der Bezahlerei klappts allerdings nicht so wirklich. Wir versuchens mit der Bankkarte, machens genauso wie es dort steht, der Apparat rattert auch, aber spuckt keine Quittung aus. Mist.
Dann sehen wir wie ein Nachbar grad ne Quittung zieht und versuchens in seinem Beisein nochmal, diesmal mit Bargeld.  Nixda, für uns gibts auch diesmal keine Quittung.

Nagut, machen wir uns auf den Weg zur Touristinfo um die Sache zu klären. Wieder nix, die haben heute Betriebsausflug. Aber egal, wir wollten eh 2 Tage bleiben. Ich schreib nen Zettel für die Windschutzscheibe und das ist meine Quittung. Alles ist gut.

Nun wirds aber Zeit fürn Wackelwald, denn wenn andere beim Mittagessen sind, ists wohl dort schön leer. Und das stimmt auch.

  

Carl hat auf dem Weg zum Wald noch eine Hundebegegnung. Mit dieser winzig kleinen italienischen Mini-Whippetschönheit kann er allerdings nix anfangen. Ist ihm wohl zu zerbrechlich.
Dann darf er noch mal durch die Wiesen springen, wo er hoffentlich keinen Warzenbeißer trifft, wir haben Aussicht auf den Federseesteg, und dann sind wir da.

  

  

Wir hüpfen die grasgrünen Wasserfrösche ins Wasser, wir hüpfen die Bäume wackelig, und wir hüpfen den Weg schwabbelig. Wenn Peter trampelt fühlen wir uns wie auf der Haut vom Pudding. Wie Wellen schwabbt der Boden.
Nur Carl hat irgendwie keinen Spaß. Als wir den ersten Menschen begegnen legt er los und kläfft, was das Zeug hält. Scheinbar spürt er, dass irgendwas nicht stimmt.

Und kurz drauf donnerts aus bisher heiterem Himmel. Dann sehen wir auch, dass es direkt obendrüber schwarz wird und machen uns schnell auf den Heimweg.

  

Ob Carl nun von der wabbeligen Erdkruste verunsichert war, oder das Gewitter gespürt hat, werden wir nie erfahren. Er bezieht jedenfalls sofort seinen Panikroom.

Und ich mach mir mal lecker Flußkrebse in Knobibutter. Dazu gibts einen Laugenzopf. Schmegge musses.

Jetzt darfs von mir aus noch bissi gewittern und tröpfeln, es ist trotzdem alles gut, denn nachher gibts Schwarzwälder Kirschschnitten.

  

Und während es weiter regnet und meine Männer sich das Bett teilen, guck ich Sturm der Liebe. Das hab nun über eine Woche nicht gesehen.

Nach dem Regen mach ich mit Carl noch einen richtig großen Rundgang rechts durchs Ried und durch die Wiesen.

  

  

Und wir sind nicht allein unterm Regenbogen. In den Wiesen stehen die Silberreiher, und der Weg ist voller Nacktschnecken. Lauter junge schlanke flinke Exemplare.

  

Aber wir sind trotzdem schneller und kommen nach einer guten Stunde kurz vorm nächsten Regen wieder daheim an.


Freitag, 14.9.18

Es hat nachts wieder geregnet und nun ists entsprechend kühl. Und der Herbst scheint gekommen zu sein.