Das Gartenjahr 2010

Gartenbücher gibts genügend, deshalb begnüge ich mich hier mit einer kurzen Übersicht über die wichtigsten Saat- und Pflanzarbeiten. Dass der Boden gedüngt und bearbeitet werden muss, versteht sich von selbst. Auch über Mischkultur gibts jede Menge Literatur und ich probier jedes Jahr neue Zusammenstellungen aus, kann aber keine wesentlichen Unterschiede feststellen.

 

Januar
Noch liegt der Garten unter einer dicken Schneeschicht, aber die Anzuchtschalen kann man ja so langsam mal sichten, aussortieren und sauber machen. 
Die Sämereien haben wir im Herbst wegen Brunos Krankheit und Zeitmangel in der Gartenhütte vergessen, und nun ist wohl alles erfroren und ich muss komplett neu kaufen.


Februar
Endlich ist es soweit. Jedes Jahr nehme ich mir vor erst im März anzufangen, aber wie immer kommen am 15.2. die Tomaten, Paprika, Levkojen, Zinnien und Studentenblumen in Saatschalen ins Zimmer, weil ichs einfach nicht abwarten kann. 

 

23.Februar:
Tagetes, Levkojen, Zinnien und Tomaten sind schon aufgegangen.

   

März

Im Garten sieht es noch so aus:

Die Erdbeeren hab ich trotz Kälte geputzt und gedüngt, aber der Rest des Gartens muss auf den Frühling warten. Kalendarisch ist er zwar schon da, aber ansonsten ist von ihm weit und breit noch nichts zu sehen. 

April

Bis Anfang April war es leider noch viel zu kalt, um irgendwas im Garten zu machen. Also haben wir gemeinsam erst mal das große Dahliendreieck vor der Hütte planiert und Gras gesät. Ebenso die Ecke daneben. Dadurch haben wir die Beete auf 19 reduziert, denn unsre Kinder haben nun ihren eigenen Haushalt und der Bedarf ist geringer geworden.

Nachdem nun die Sonne langsam herausgekommen ist, explodierten alle Wildkräutersamen und so schnell konnte ich garnicht reagieren, wie sich Gänsekresse und Disteln breit gemacht haben. Außerdem schleicht hier ein recht großer Fuchs herum und irgendwie hab ich keine Ruhe, morgens alleine im Garten zu werkeln. Nachbars Hühner wurden trotz 2-Meter-Zaun in einer einzigen Nacht alle geholt.

Am 17. und 18.4. hat sich Peter trotz Rückenschmerzen erbarmt und kräftig gegraben, 

und nun sind die ersten Beete fertig, Möhren, Zwiebeln, Weißkraut, Mangold und Rote Beete kommen in die Erde, und unterm Foliengitter dürfen sich die Salatpflänzchen neben den Radieschen breit machen. 

Tomaten und Paprika dümpeln zuhause vor sich hin. Irgendwie liegts wohl an der Anzuchterde, dass sie nicht aus dem Kreuz kommen. Vielleicht hilft ihnen die nun kräftig scheinende Frühlingssonne, den Wachstumsrückstand aufzuholen. 

  

Der Birnbaum blüht und die Hornisse labt sich schon an den Johannisbeerblüten.

 

   
Ja, wir hatten tatsächlich Ostern und Pfingsten Urlaub und trotzdem hat sich der Garten prächtig entwickelt. Allerdings hat mir die Zeit gefehlt, alles zu dokumentieren, denn die Arbeit tut sich nicht von allein. Ich verspreche für nächstes Jahr Besserung.

Hier gibts aber noch ein paar Bilder:

 

 

 

Ein nächstes Gartenjahr wird es leider nicht mehr geben, denn Peter hatte schon zum 2. Mal diesjahr "Rücken" und alleine schaff ichs Umgraben nicht, denn seit dem Knöchelbruch bin ich nicht mehr so fit und auf seine Umgrabhilfe angewiesen. 

Schweren Herzens hab ich beschlossen, nach 10 Jahren die Garten-Ära zu beenden. Alles hat seine Zeit, und es war eine sehr schöne Zeit. 

Wenn ein Hobby aus gesundheitlichen Gründen in Stress und Schwerarbeit ausartet, passt das Hobby einfach nicht mehr. 

 

 

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