Das Gartenjahr 2009

Gartenbücher gibts genügend, deshalb begnüge ich mich hier mit einer kurzen Übersicht über die wichtigsten Saat- und Pflanzarbeiten. Dass der Boden gedüngt und bearbeitet werden muss, versteht sich von selbst. Auch über Mischkultur gibts jede Menge Literatur und ich probier jedes Jahr neue Zusammenstellungen aus, kann aber keine wesentlichen Unterschiede feststellen.

 

Januar
Die Sämereien sind alle schon gekauft und die selbstgewonnen Samen sortiert.  Die Mini-Gewächshäuser werden geputzt und mit Anzuchterde gefüllt. Komposthaufen wurden diesmal schon im November umgesetzt.

Februar
Tomaten, Lauch und Paprika keimen seit Mitte des Monats auf der Fensterbank.

            

März
Bei Brombeeren und Himbeeren werden die Ranken, die letztes Jahr getragen haben, rausgeschnitten und der Rest neu festgebunden. 

Tomaten und Paprika werden Mitte des Monats pikiert:

           

Nun drängt die Zeit, denn die Beete müssen vorbereitet werden, aber es ist leider noch sehr kalt und ich warte besseres Wetter ab. Aber die Blumen für den Wegrand kann ich schon unterm Tunnel vorziehen, ebenso Kohl und Kohlrabi. 


April

1.4. 09: Geschafft. Gestern hab ich die ersten 4 Beete fertig gemacht, und heute hat Peter den Rest der linken Gartenhälfte umgegraben und ich hab die weiteren Beete gleich angelegt. 

Die Erdbeeren sind geputzt und gedüngt, Zwiebeln, Karotten, Rote Beete, Feldsalat, Mangold, Erbsen und Karotten sind in der Erde. 

Nun können wir in Urlaub fahren   
Tomaten und Paprika werden zuhause auf der Terrasse von Julia versorgt, und der Rest muss sehen wie er klar kommt. 

 

Mai

Erstaunlicherweise haben wir nach Urlaubsende ausnahmsweise einmal kein Wildpflanzenbiotop vorgefunden, denn dank der Trockenheit hält sich das Unkraut in Grenzen. Alle Sämereien sind aufgegangen, die Zwiebeln stehen stramm und ohne Zwiebelfliegenbefall da. Lediglich der Kohl unterm Folientunnel sieht ein wenig mickrig aus. Mal sehen, ob der noch was wird. 

Erbsen, Mangold und Feldsalat, und rechts kann man die Rote Beete ahnen, die ich vorgestern vereinzelt habe. Auch die Karotten mussten ausgedünnt werden, und ich hab wieder mal alle 5 cm eine gesetzt, damit sie Platz haben und recht dick werden können. Dafür werd ich jedes Jahr von den Nachbarn mitleidig belächelt, aber im Herbst kann ich dann zurückgrinsen, wenn ich die dicken Dinger aus der Erde ziehe. 

Die Erdbeeren blühen wie irre und versprechen eine reiche Ernte. Jetzt muss ordentlich gewässert werden.

Peter hilft nun beim Anlegen der restlichen Beete und an Muttertag dürfen die Tomaten, Salat und Paprika raus. Bohnen und Gurken kommen in die Erde und abends tun uns alle Gräten weh, aber es hat sich gelohnt. 

  

   

Richtig stolz sind wir jetzt, denn so ordentlich sah unser Garten Mitte Mai noch nie aus. Da ich letztes Jahr durch meinen Knöchelbruch nichts im Garten machen konnte, hat Peter notgedrungen doch ein wenig Beziehung zur Scholle aufgebaut, das erleichtert mir natürlich die Arbeit ungemein, denn er buddelt mit Engelsgeduld die Quecken raus und rückt den von mir vernachlässigten Dreckecken zu Leibe. 

Dies war die Quecken-Ecke, 

und hier musste der Giersch einen halben Meter tief ausgebuddelt werden. 

Ich glaube jeder Kleingärtner kennt diese Ecken, an denen nichts gescheites wächst, und die immer als letztes drankommen. Das sind nun die Peter-Ecken

23 Beete sind jetzt bearbeitet, alle Samen und Pflanzen drin, und sogar die Ränder vom Mittelweg sind mit Levkojen, Löwenmaul, Astern und Zinnien bepflanzt. Wenn Mohn und Kornblumen verblüht sind, kommen dort noch die ebenfalls schon vorgezogenen Tagetes hin, und dann ist die Pflanzarbeit abgeschlossen. 

Ende Mai sind die Erdbeeren reif und die erste Ernte war ganze 3 Kilo schwer. Kurz drauf kamen nochmal 4,5 kg und nun können wir täglich genügend ernten, um satt zu werden. Klasse.

Juni 

Nun waren wir wieder eine Woche im Urlaub und zwischenzeitlich war herrliches Wachswetter, sodass ich gleich die Erbsen ernten konnte.

  

So prall und üppig war die Erbsenernte noch nie. Auch mit dem Kopfsalat habe ich dieses Jahr Glück und es haben sich tatsächlich dicke Köpfe gebildet, ohne gleich zu schießen. Himbeeren sind ebenfalls reif und die schwarzen Johannisbeeren hängen brechend voll. 

Es ist schon fast beängstigend, dass Ende Juni die Rote Beete eingekocht werden müssen. Dafür sind die Tomaten ein wenig spät, aber angesetzt haben sie schon. Paprika und Bohnen blühen, Salat ernte ich jeden Tag, Karotten und Zucchini ebenfalls. Klasse.

        

   

 

 

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